2. Blues-Special-Night mit Bluesm@il und Hörbie Schmidt Band

16.06.2017 - 21 Uhr
CVJM Lübeck
Grosse Petersgrube 11


04.05.2017 - 20:30 Uhr | Cotton Club – Hamburg – Alter Steinweg 10




Kulturforum am Hafen e.V. | Hafenbrücke 1 | 21614 Buxtehude

Blues-Doppelkonzert
Billbrook BluesBand + Bluesm@il
Klasse Veranstaltung mit den Hamburger Kollegen und vielen Dank dem guten Publikum!











Wie war die 10. Lübecker Bluesnacht?




Bericht von Blueshexe:

Um es gleich mal vorweg zu nehmen: Sie haben es tatsächlich gemacht!!!

Nach der 9. Bluesnacht im letzten Jahr (mit Abi Wallenstein) fragte man sich ja nun berechtigterweise, wie sie die in diesem Jahr zum Jubiläum toppen wollen. Wie das noch gehen sollte, war jedem rätselhaft. Aber sie haben es tatsächlich gemacht. Und zwar so:
Als wieder souveräner „Eisbrecher“ erwies sich erneut Bertram Scholz. In diesem Jahr noch einmal zusammen mit „Dr. Harp“ Rüdiger Funke... Aber den ersten Song des Abends sang er ganz allein (schwierige Position! :( „Romeo and Juliet“ von Lou Reed. In interessanter Version und stark! Dann kam die Harp dazu und es blieb stark UND wurde zusätzlich noch extra-bluesig...
Was dieser Dr. aus ca. 10 cm Harp herausholt, ist schon kolossal. Er spielt sie im Tanzen, im durch die Reihen ziehen, im Knien und singen kann er auch noch. Und die Drums ersetzt er mal so nebenbei mit rechter Hand auf rechtes Bein ;) Diese Harp „jubelt“, „schluchtzt“ und enthält einen kompletten „Verschiebebahbhof alter Dampfloks“ (angeblich genau den aus seiner Heimatstadt Rheinhausen...). Rag-Time durfte natürlich auch nicht fehlen und mit einem leeren Bierglas als „Resonanzkörper drunter“ klingt das ganze dann nochmal wieder anders :)

Und dann kam Bluesmail und stellte gleich einen neuen“Publikumzumtanzenbring“-Rekord auf: beim 2. (!) Song hielt es einen nicht mehr auf dem Stuhl... Fix, kann man da nur sagen.
Mit Uraufführungen (Baby, please don`t go“) , bewährten und länger nicht gespielten Song brachten sie Schwung in die Hütte! Bei „Hey, Cinasky“ warfen sich Rüdiger und Alfons so gerade wieder gekonnt die Töne zu, DA schnappte sich zur allgemeinen Überraschung Klaus Hoffmann mit seinem Schlagzeug die „Pille“ und legte ein Schlagzeugsolo hin, dass alle den Atem anhielten!
Furiose Drum-Jonglage – Publikum gebannt und - TOOOR! :thumbsup: Eine One-Man-Show par exellence...
Aber auch der Rest der Truppe war fulminant wie man sie kennt. Und top „vorbereitet“: frisch geputzte ( ^^ ) Gitarre, großbuchstagig gekennzeichnete Harp (von wegen dem Rumgesuche nach E-A und G wie Gustav), Ulrich ist eh immer auf dem Punkt und Klaus mit diesem High-Noon-Solo...
Treffer – versenkt
Mit „Cheryl“ (das ist die, die zu viel redet) und „Mathilde“ (das ist die, die kein Gehampel mag) kamen dann die Blues-Ladies zum Zuge. Und mit Madame Zaza (das ist die mit der Super-Klarinette). Die muss nicht besungen werden – die spielt selbst. Aber so was von!!!
Und „Alabama Train“ (in memoriam) = Alfons` spezielles Gitarrentremolo und „Jambalaya“= Rüdiger am Keyboard (kann er inzwischen auch – und wie!). Und dann holte Alfons seine „Silberbüchse“ (äh... -gitarre ^^ ) heraus und „You got to move“ - und zwar alle! Wieder ein Feuerwek, wie man es von Bluesmail kennt und liebt!

Der 3. Act des Abends war dann der andere „Gitarren – Krause“: Peter Craw C. Als Duo BLACK PATTI (mit Ferdinand „Jelly Roll“ Kraemer). Die zwei reichten sich die Gitarren hin und her: da konnte jeder alle :!: . Und der letztere spielte Mandoline: ein etwas in Vergessenheit geratenes Bluesinstrument... Schade, denn wenn man es so beherrscht wie er (selbst hinter den Kopf gehalten und auf einem Bein Texas-Dance dabei), ist das was ganz, ganz Feines! Von melancholisch bis vergnügt gab es den Songs eine besondere Note...
Die zwei „bluescrazy“ Bajuwaren brachten Texas von München nach Lübeck! Su -per!!! Tolle Blueser – in der Wolle gefärbt... Sehr empfehlenswert...
Zum Abschluss vrsammelten sich dann noch einmal alle: die zwei Guitar-Krauses agk und P C.C.), die 2 Harp-Rüdigers (Vogt und Funke), die ganze Belegschaft und Zaza und Bassmann Michael (von Bluesmail, der „leichtsinnigerweise“ gekommen war und nun auch ran musste ^^ )Nach der x-ten Zugabe („OK, 1 spielen wir noch“ und das mehrmals hihi) war es dann kurz vor 2 Uhr und eine würdige Jubiläumsblussamstagnacht in den Sonntagmorgen übergegangen...
Ich sachte ja: Sie haben es tatsächlich gemacht! Und davon konnten selbst Schneeeinbruch, Glätte und
wg. Ostwind gefühlte -10° keinen Faden abbeißen :)

Zur 2. Blues Special Bluesnacht im Sommer wird dann zwar vermutlich das Wetter anders sein, aber der Bluesgenuss genau so GREAT!






10. Lübecker Bluesnacht: Die JUBILÄUMSBLUESNACHT
Samstag, 11.02.2017, 21 Uhr



Mit „Dr. Harp“ Funke und Bertram Scholz
Peter Crow C – Duo Black Patti
Bluesm@il

Live im CVJM
Große Petersgrube 11
Lübeck

Eintritt: VVK 13 €
AK 15 / 11 €

Bluesm@il und Bertram Scholz laden in Kooperation mit Live im CVJM ein zur 10. Lübecker Bluesnacht.

„Dr. Harp“ Funke und Bertram Scholz
Ein Duo mit einer geballten Ladung Live- und Blueserfahrung und einem gemeinsamen Nenner: Der Liebe zum Chicago-Blues. Rüdiger „Dr. Harp“ Funke spielt eine technisch versierte Bluesharp, tief verwurzelt in der Seele des Blues. Seinen Namen „Dr. Harp“ hat er bereits 1985 von Louisiana Red erhalten. Bertram Scholz, der eine raue Downhome-Bluesgitarre spielt, hat seit den 90er Jahren Louisiana Red und David „Honeyboy“ Edwards auf vielen Konzerten begleitet. Gemeinsam präsentieren sie ein abwechselungsreiches Programm aus Bluesklassikern und eigenen Stücken.

Bluesm@il
Die Lübecker Bluesformation „Bluesm@il“ gibt es bereits seit 1998. Virtuos und leidenschaftlich spielen seither Schlagzeuger Klaus Hoffmann, der Lübecker Gitarrist und Bandgründer Alfons Krause, Sänger Rüdiger Voigt (auch Mundharmonika und Piano) und Bassist Ulrich Axler ihren „way of blues“ auf Bühnen im In– und Ausland. Egal ob im Club, im Saal oder auf der großen Festivalbühne: Bluesm@il bringen gekonnt, charmant und unverfälscht die „m@il“ - die Botschaft - des Blues und dessen Lebensgefühl über die Rampe. Die „Blueser“ aus der alten Hansestadt an der Ostsee spielten bereits mit einigen deutschen, wie auch internationalen Bluesgrößen zusammen und unterstützten als Begleitband u.a. Blueslegenden „Honeyboy“ Edwards und Louisiana Red. Das musikalische Spektrum der Band reicht schließlich über alle Stilrichtungen: von Traditionel, Chicago Blues, Swamp über Delta-Blues und Zydeco bis hin zu selbst komponierten Bluesgeschichten in deutscher Sprache und Übersetzungen von Bluesklassikern. So wurde Bluesm@il dann auch bereits 2 Mal für die German-Blues-Challenge nominiert, gelangte ins Finale der „5 besten Bluesbands in Deutschland“ und gewann den Publikumspreis als die beliebteste Band des Events. Sie begründeten die monatlichen hosted sessions im CVJM und die alljährliche Lübecker Bluesnacht.

Duo Black Patti
Seit 2011 bilden der bereits mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnete Gitarrist und Mundharmonikaspieler Peter Crow C. und sein Partner Ferdinand ‚Jelly Roll’ Kraemer, der neben Gesang und Gitarre auch an der Mandoline glänzt, das nach einem obskuren Plattenlabel benannte Duo Black Patti. Akustischer Pre-War-Blues, zu weiten Teilen auf beeindruckenden Eigenkompositionen fußend, brachte die Musiker bereits auf Festivals wie den Jazzfrühling Kempten, das Snow Jazz Festival (Frankreich) oder das Birmingham Jazzfestival (GB) und Auftritte im Rahmen von Kunst und Literatur (Harry Rowohlt, Fritz Rau u.a.) gehören neben unzähligen Club- und Barshows zu ihren Aktivitäten. Mit 'No Milk No Sugar' liegt jetzt der erste Tonträger der versierten, meist mit wunderbarem zweistimmigen Gesang antretenden Instrumentalisten vor. Selbstverständlich auf traditionellen Instrumenten eingespielt und vintage, vollanalog und ohne Overdubs aufgenommen. Mit ihrem äußerst abwechslungsreichen Repertoire präsentieren die Süddeutschen filigrankunstvolle und unglaublich berührende Roots-Musik zwischen tiefschwarzem Delta Blues, federndem Ragtime und beseelten Spirituals. Diese drei Bands werden die 10. Lübecker Bluesnacht als Jubiläumsbluesnacht würdig gestalten, denn sie stehen alle drei als Vertreter für Blues auf hohem Niveau und at its be
Wie war die 09.Bluesnight ?

9.Lübecker Bluesnacht am 15.2.2016– Dieses Event war es würdig, in die (nicht nur Lübecker) Bluesgeschichte einzugehen. Absolut hochkarätige Besetzung + so was von full house im Live CV = Einfach herausragend !

(Das einzige Problem daran wird sein, wie sie DAS bei der 10. Lübecker Bluesnacht im Jubiläumsjahr 2017 toppen wollen ^^ ) Es begann mit dem Bertram Scholz Trio – bestehend aus Bertram Scholz himself, Lene Krämer (an ihrem Geburtstag) und Dr.Harp Funke...

Eine echt edle Kombination aus der eher jazzigen Bluesabteilung: Lene Krämers kraftvolle, enorm modulationsfähige lebendige Stimme und Interpretationsgabe kombiniert mit ihrer gewinnenden Ausstrahlung - dazu Bertram Scholz`raue Hometown-Stimme und „ehrliche“ Gitarre sowie Dr. Harp Funkes Harps ( die von „Gezwitscher“ bis ganzen „Eisenbahnzügen“ alles drauf haben :thumbup: ) und die für echtes Bluesfeeling nicht fehlen dürfen – das war ein feiner Start in die Nacht! So kamen sie dann auch erst nach einigen Zugaben von der Bühne, die danach von BLUESMAIL ( Yeah!!!) eingenommen und vom ersten Ton an voll spritzig „gebluest“ wurde. Sie brachten mit ihren mitreißenden Songs (aus der Abteilung „Bluesfreude“) dann mal so richtig Schwung in den Laden! Und erbrachten den praktischen Beweis, dass selbst auf einer ca. handtuchgroßen Fläche (mehr Platz war einfach nicht mehr frei) noch etliche Leute tanzen können ^^ Klar, wer so spielen kann, der schafft das! Von wegen“...du brauchst die Beine nicht zu schütteln...“: Bei diesem mitreißenden Sound hat man doch gar keine Chance, das genau nicht zu tun... Was Publikumsbegeisterung angeht sind diese Jungs nicht leicht zu toppen.Und wenn dazu noch wie auch diesmal verstärkt durch Zaza und ihre „Zauberklarinette“ schon mal gar nicht mehr! Sie sind schon ein Phänomen, die 4. Und aus der Lübecker Bluesszene nicht wegzudenken...

Danach – aus der Abteilung der eher nachdenklicheren Bluestöne – kam dann Blueslegende Abi Wallenstein! Ein Vollblutblueser durch und durch! Mit seiner souveränen warmen Art „lebt“ er den Blues und spielt ihn nicht nur... Da merkt man, dass ein Mann und seine Gitarre für echten Blues genug sein können – wenn der so gut ist wie Abi! Am Ende fanden sich dann alle Mitwirkenden noch einmal zusammen auf dem „Bühnenteppich“ ein. Und es war ein Genuss zu erleben, wie derart unterschiedliche Bluescharaktere ihre Facetten zusammen legen und verbinden können in gemeinsam gespielten Songs... Dies war schon ein echt besonders besonderer Abend mit und für Blues – as Blues can be, wenn dermaßen „in der Wolle“ bluesgefärbte „Große“ in 1 Event zusammen kommen ! Oder – um es einmal nordisch kurz zusammenzufassen: Jau, genau so muss Blues! ( Blueshexe)
Blues| Fr. 24.02.17 | 20:00
Billbrook BluesBand + Bluesm@il
Blues-Doppelkonzert


Wer gerne Blues live hört, hat es mit dem musikalischen Angebot in Buxtehude wahrlich nicht leicht.

Mit einem Doppelkonzert der Billbrook BluesBand aus Hamburg und Bluesm@il aus Lübeck hat das Warten nun ein Ende.

Fans von Swing-, Chicago-Blues, Swamp und Zydeco sollten sich diese einmalige Gelegenheit nicht entgehen lassen.

Das Konzert verspricht ein Highlight in der norddeutschen Bluesszene zu werden, bringt es doch zwei Spitzenbands zusammen.

Zwei Finalisten bzw. Preisträger der German Blues Challenge in Eutin, eingespielte Formationen der handgemachter Musik - authentisch, unter die Haut gehend und großartig präsentiert!
Sonntag 08.02.2015
8. Lübecker Bluesnacht im Live CV

. . . und es wurde eine LANGE
Homage-Nacht an den Blues!

Eröffnet wurde sie von Bertram Scholz mit seiner recht neu zusammengestellten Band M4U „Musik for You“. Und sie machte diesem Namen alle Ehre: Mit Old Time- Blues „nach Art des Hauses Bertram Scholz“. Mit einem Allroundtalent an der Harp, Zitrone u.a. Rhythms, einem „festen“ Bass und einer jungen Sängerin, in der so einiges steckt... Mal leicht jazzig- mal soulig und mit Dixie-Anklängen, die die musikalische Heimat des Harpers verraten. Sie setzten die ersten „Bright Lights“ in the Big City cv. Auf dieser Basis konnten die folgenden Bands aufbauen.

Deren erste: BLUESMAIL!!!

Die 5fach Manpower diesmal verstärkt duch Frauen-Power in Gestalt ihrer „Gästin“ Zaza: Ihre Klarinette wieder prall gefüllt mit den herrlichsten Blue Notes.

Neben eigenen Songs natürlich auch Klassiker (wobei die eigenen ja auch schon solche sind) mischte Bluesmail die Stimmung auf! Rüdigers Hin-und- Weg-Hammer- Stimme und Harp zogen wieder alle Register. ..

„Ferdi sen. Peters“ (vor 3 Tagen 70 geworden, was man kaum glauben mag) groovte, shuffelte, „trieb“ und lenkte...

Frank (Jau!) kam ohne Mess Around natürlich nicht davon Damit verabschiedete er sich würdig aus der Band, da er zu neuen Ufern aufbricht. ;(

Ulrichs stabiler Bass, der für solide Bodenhaftung sorgt, wenn sich der Rest der Band in himmlische! Blueshöhen aufschwingt...

Und Alfons – mit vielseitigem und pfiffigem Zusammenspiel und wunderbar filigranen Soli...

Dada dapp... dada dapp...dada dapp – hu!

Und da-hann kamen die -hie CRAZY HAMBONES! Uff!!! Die brachten dann das Bluesfass CV endgültig zum Überkochen...

„Have A Good Time“ - na wattensons?

Und es folgte nonstop(also nicht dass jemand DIE ernsthaft hätte stoppen wollen) „rotzfrecher“, variationsreicher, quicklebendiger und nachdenklicher, „ernster“ Blues in einem großartigen Spannungsbogen. Und damit setzten sie am Ende auch noch die Naturgesetze außer Kraft: Als alles tanzte – was in diesem proppenvollen Laden rein physikalisch eigentlich gar nicht mehr möglich war!

Da war ja klar, dass DIE ohne mehrere Zugaben nicht von der Bühne gelassen wurden...

Diese 3! Jungs sollte man im Auge behalten (und Ohr!) - die sind einfach...GUT!

Alles in allem ein wunderschön geschwungener Abend durch die Welt des Blues. Er übertraf sogar noch die durch die Bluesmail-Sessions inzwischen eh schon sehr hochgespannten Erwartungen. Also ich weiß, wohin ich meinen Blueshexenbesen demnächst wieder lenke ;) Und wer irgend kann, sollte sich solche Bluesgenüsse nicht entgehen lassen... Sehr empfehlentswert: Blues im Lübecker Live CV!

www.bluesz.de



















Samstag 07.02.2015
Eine Bluesnacht in Lübeck ohne Bertram Scholz ist kaum vorstellbar. So war es nicht verwunderlich, dass Bertram, der uns als Special guest angekündigt worden war, auch die 8. Lübecker Bluesnacht eröffnete.
Und diese Nacht wurde eine lange, sehr lange Nacht, soviel sei schon mal vorweg genommen. Die Veranstaltung fand im Live-Club des CVJM in der Großen Petersgrube 11 statt, in dem auch regelmäßig Blues-Sessions durchgeführt werden. Der Klub war bis auf den letzten Platz gefüllt, und den hatte ich! Immer wieder lese ich bei so manchen BERICHTERSTATTER-Kollegen: Vielen dank für die problemlose Akkreditierung. Mich muss man nicht akkreditieren, ich bin einfach da!

Scholz, der einst Gründungsmitglied der legendären Lübecker Band „Blues Transfer“ war und seit 2002 meist solistisch unterwegs ist, hatte sich ‚Freunde‘ mitgebracht. Eine ‚Freundin‘ war auch dabei. Maritta Hamratz war für den Gesang zuständig. Diese Formation versprach uns gleich zu Beginn ‚Old Man Blues‘. Und eine Zeitreise zu den Anfängen der Bluesgeschichte wurde es dann auch. Ihr Auftritt währte eine gute Stunde und reichte von Jimmy Reed bis Robert Johnson. Der mit Abstand älteste Musiker auf der improvisierten Bühne, war zugleich der agilste. Mit Blues-Harp und allerlei Gerätschaft wie Waschbrett und Bongo peppte er den Vortrag der Band auf.

Der nachfolgende Act war „Bluesm@il“. Die Truppe um Gitarrist Alfons Krause (Jahrgang 1950) ist aus der Lübecker Blues-Szene nicht mehr wegzudenken. Gemeinsam mit Bassist Ulrich Axler gründete Krause, der sich mit seiner Fender-Strat ebenso wohl fühlt wie mit der Slide-Dobro, 1998 die Band, die bereits zweimal im Finale der GBC stand und in 2009 zum Publikumsliebling gewählt worden ist. To Keep the Blues Alive – ist das Motto der fünf gestandenen Musiker. Gestanden – dieses Attribut trifft in allererster Linie auf den Schlagzeuger der Band zu. Ferdi Peters, der erst drei Tage zuvor seinen 70. Geburtstag feiern konnte, ist ein echtes Urgestein. Über 30 Jahre lang hat er an der Seite von Udo Wolff das Gesicht der legendären Band „Das Dritte Ohr“ geprägt. An den Tasten saß Frank Schedukat aus Flensburg. Es war zugleich sein letzter Auftritt mit „Bluesm@il“, da er sich neu orientieren möchte. Wer ihn künftig ersetzen wird, wurde uns an diesem Abend noch nicht verraten. Man munkelt es könne ex-Renft-Drummer Jochen Hohl sein, wurde er doch schon bei „Bluesm@il“ an den Tasten gesehen.
Für den nötigen Speed sorgte Harper und Sänger Rüdiger Voigt.
Und spritzig ging es gleich mit der deutschsprachigen Eigenkomposition „Cheryl, du redest zu viel“ los. Es blieb nicht die einzige deutschsprachige Nummer. In ihren Songs erzählen sie Alltagsgeschichten, zum Teil mit tiefschwarzem Humor, vorgetragen von einer gut aufgelegten Band. Natürlich gab es auch einige Klassiker wie „Walking by Myself“ zu hören. Howlin Wolf’s „Little Red Rooster“ geriet durch Voigt zu einer ausgesprochen ‚schmutzigen‘ Version, die mir außerordentlich gefiel. In dem Stil ging es dann mit „Baby, what you want me to do“ von Jimmy Reed weiter.
Als dann „Lass die Fetzen fliegen“ erklang, trat Zaza mit ihrer Klarinette ans Mikrofon. Ein derartiges Instrumentarium beim Blues ist wohl mehr als außergewöhnlich, aber durchaus hörenswert. Die eher gedämpften, dunklen Töne passten sich hervorragend dem Sound der Bluesm@iler an. Beeindruckend war schon die Zwiesprache, die Zaza auf ihrer Klarinette abwechselnd mit Voigt und Krause hielt.
Inzwischen war auch der letzte Gast im ‚Saal‘ erwacht und die störenden Gespräche verstummt. Vermochte doch die Band mit ihrem rasant dargebotenen traditionellen Blues die volle Aufmerksamkeit des Publikums zu erwecken. Als sie es dann mit „Flip, Flop and Fly“ und „You Got To Move“ nochmals so richtig krachen ließen, war es fast Mitternacht. Zeit für die nächste Band.

Die „Crazy Hambones“ an dieser Stelle vorzustellen erübrigt sich, gehört doch diese Band seit Jahren zur Spitze der deutschen Blues-Szene. Dort wo die drei Herren auftauchen bleibt ‚kein Auge trocken‘. Kaum hatte Henry Heggen, der ‚Sonnyboy‘ aus Florida, wie er von Bandgründer und Boogie-Drummer Micha Maass aus Berlin vorgestellt worden war, das Bluesvolk mit: „Have a good time?“ begrüßt, passierte etwas Unvorstellbares. Selbst in dem hoffnungslos überfüllten Klub begann man zu tanzen. Die international besetzte Band, die seit Jahren zwischen Hamburg und Berlin pendelt, versteht es immer wieder ihr Publikum zu begeistern. Mit Schlagzeug, Gitarre - welche bei den Hambones seit 2011 der Engländer Brian Burnett fest in seinen Hände hält - Harp und Gesang konzentrieren sich die drei Herren auf das Wesentliche und offerieren ihrem Publikum eine Non-Stop-Zeitreise durch die Bluesgeschichte. So auch an diesem Abend in Lübeck. Freuen wir uns auf die nächste Begegnung. Dann sicherlich wieder im heimischen Berlin!

www.blueser54.de
Donnerstag 08.01.2015
8. Lübecker Bluesnacht
Crazy Hambones
Bertram Scholz und special guests
Bluesm@il
LiveCV im CVJM
Lübeck Große Petersgrube 11
Eintritt: 12 €
Samstag, 07.02.2015 21 Uhr

Bluesm@il und Bertram Scholz laden in Kooperation mit Jochen Lipfert vom LiveCV ein zur 8. Lübecker Bluesnacht

Der Gitarrist und Sänger Bertram Scholz ist seit 1985 aktiver Bluesmusiker und inzwischen bewährter Opener der Lübecker
Bluesnächte. Seit 2002 spielt er entweder als Solist oder begleitete die Blueslegende David „Honeyboy“ Edward,
den er aus den USA nach Deutschland holte. Seit 1996 stand Bertram Scholz auch regelmäßig mit Louisiana Red auf der Bühne.
Er präsentiert ein Programm aus Bluesklassikern und eigenen Bluessongs. Auch für die 8. Lübecker Bluesnacht hat er
Überraschungsgäste angekündigt.

Crazy Hambones: Das Trio Henry Heggen, Gesang und Bluesharp, Brian Barnett, Gesang und Gitarre und Michael Maass,
Gesang und Schlagzeug hat über Jahre ihre Erfahrung in der europäischen Bluesszene gesammelt. Sie schöpfen aus der Fülle
der Hinterlassenschaften der alten Meister. Die drei Musiker mit dem originellen Blues Sound stehen an der Spitze der deutschen
Elitebands und sagen über sich: „Blues ist wie Lachen und Weinen, dicht an der Seele, beides kann man nicht imitieren,
deshalb bleibt es für uns ein Abenteuer.“

Feinsten Blues aus Lübeck präsentiert Bluesm@il - die Band, die bereits 2 Mal im Rahmen der GBC in die Spitze der besten
deutschen Bluesbands gewählt wurde! In diesem Rahmen gewannen sie den Publikumspreis für die beste Band.
Die 5 Musiker begeistern ihr Publikum mit der ganzen Spannbreite des Blues – auch mit eigenen Songs in deutscher Sprache.
Ihre monatlichen hosted sessions sind inzwischen im LiveCV fest etablierte und mittlerweile auch über die Grenzen Lübecks hinaus
sehr beliebte Events der Lübecker Bluesszene.

Zum Abschluss der Bluesnacht treffen sich wieder alle Musiker zu einer gemeinsamen Session auf der Bühne.
Dienstag 25.02.2014
Nach einer tollen 7. Lübecker Bluesnacht gibt es am Dienstag, d. 25. Februar unter der musikalischen und künstlerischen Leitung der Band Bluesm@il eine Blues-Session im LiveCV -CVJM Lübeck-, bei der interessierte Musiker eingeladen sind mitzuspielen.
Lübeck, 21 Uhr, Große Petersgrube 11

youtube
Donnerstag 24.04.2014
Ein Wiedersehen in Kropp - super Konzert!
Wir freuen uns auf die nächste Session in Lübeck und auf das 16.
Internationale Kieler Blues Festival am Donnerstag, 29. Mai!



Kropp goes blues - Ein Wiedersehen mit Bluesm@il

Am zweiten Märzwochenende kam es zu einem Wiedersehen mit der Lübecker Musikformation "Bluesm@il". Der erste Auftritt
bei "Kropp in concert" lag bereits mehr als 4 Jahre zurück und so ließ sich die Band nicht zwei Mal bitten und folgte gern unserer Einladung, mal wieder für ein Konzert nach Kropp zu kommen. Bereits die Begrüß;ung bei der Ankunft der Musiker hatte irgendwie etwas Vertrautes, so als seien alte Bekannte mal wieder zu Besuch gekommen. Wenngleich einer fehlte: denn Bassist Ulrich Axler musste sich terminbedingt von Michael Jacob am Bass vertreten lassen. Gemeinsam luden erst einmal alle zusammen ihre Instrumente, Versätrker, Lautsprecher und diverse Kisten vom Wagen. Dank der neuen großen Kana-Bühne fand jeder schnell reichlich Platz für sich. Der Klavierflügel musste dafür allerdings weichen, zum leichten Bedauern von Pianist Frank Schedukat, der sich schon beim letzten Konzert zur spontanen Einlage am noblen Hausklavier begeistern ließ. Während der wohl Dienst älteste Blueser der Band, Schlagzeuger Ferdi Peters (ehemaliges Mitglied bei "Das dritte Ohr"), auf der Bühne sein Set aufbaute,
besprachen die anderen ihre Bühnenaufstellung.
Zeit für ein Klönschnack am Bühnenrand: In den vergangenen vier Jahren hätte sich musikalisch viel getan, berichtete Alfons Krause, Gitarrist und Gründungsmitglied der Gruppe. Viele Konzerte Land auf und Land ab hätte die Band inzwischen absolviert
und außerdem vor einiger Zeit die Lübecker "BluesSessions" - monatlich stattfindende offene Konzertabende für erfahrene und Nachwuchs-Bluesmusiker - mit ins Leben gerufen. Ihre erste CD sei inzwischen komplett ausverkauft. Doch sie seien auch diesbezüglich nicht untätig gewesen und hätten bereits das Nachfolgealbum "Für die Liebe gibt es keinen Ersatz" eingespielt.
Etwas später dann - 19:30 Uhr - betrat Stiftungsvorstand Jörn Engler die Bühne. Er begrüßte die rund 130 erschienenen Gäste und dankte in seiner Ansprache allen Helfern und Unterstützern von "Kropp in concert" und bedankte sich insbesondere bei dem Sponsoren des Abends von der NOSPA-Kulturstiftung.
Dann ging es endlich los. Bluesm@il - Gewinner des Publikumspreises der ersten German-Blues-challenge 2009 - machten ihrem Ruf alle Ehre. Wie schon beim ersten Konzert schafften sie es mit ihrem angenehm transparenten sound, mit viel Groove und Spielfreude und einer charmant lockeren Art bereits nach wenigen Takten das Publikum für sich zu gewinnen. Zwischen Stühlen und Tischen sah man immer mehr Leute ausgelassen tanzen. Und wer nicht gerade singen konnte, klopfte und klatschte den beat der Band einfach mit. Auf dem Programm standen Lieder und Klassiker bekannter Größen u.a. von Muddy Waters, Slim Harpo Ray Charles und Little Richard. Dazu gab es originelle Eigenkompositionen in deutscher Sprache. Mit frechem Witz und teilweise bissig-zynischen Humor wurden da "Beziehungskisten" zwischen Mann und Frau, die Liebe und andere Dinge besungen. Als dann Sänger Rüdiger Voigt beim Titel "An der Elbe" auch noch seine Mundharmonika gegen das Akkordeon tauschte, lag plötzlich ein Hauch vom Mississippi-Delta-feeling in der Luft. Bluesm@il spielte gekonnt seine stilistische Bandbreite aus, die von Traditionel und Chicago Blues über Swamp, Delta Blues bis Zydeco reichte. Nach fast zwei Stunden endete der kurzweilige musikalische Ausflug in die facettenreiche Welt des Blues. Und während der Saal zusammen mit der Band noch einmal lautstark "Talk to me, baby" sang, war klar, dass man die üfnf Lübecker nicht ohne Zugabe nach Hause fahren lassen würde.

Thomas Johannsen
Donnerstag 15.05.2014
Das Internetportal "Blues in Germany" hat unsere Website zur Homepage der Woche erkürt:

www.germanblues.org

www.germanblues.org/Homepage der Woche

Donnerstag 29.05.2014
Bluesm@il spielte am 29.05.14 auf dem 16. Internationalen Kieler Bluesfestival.
Klaus Hoffmann war an diesem Abend ein würdiger Vertreter am Schlagzeug für Ferdi Peters.































Samstag 05.07.2014
Ein Hauskonzert wurde am 5. Juli in Hannover auf dem Mittellandkanal veranstaltet.
Mit den Gästen Gabi Radtke, Uli und Henry Obermöller gab es auch eine gelungene musikalische Bluessession.









Mittwoch 21.01.2016
Konzerthinweis:
wir freuen uns auf die 9. Lübecker Bluesnacht, auf Abi Wallenstein, Bertram Scholz mit Lene Krämer und Dr. Harp Funke und auf Zaza.